Posts mit dem Label ALLE CHRONOLOGISCH werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ALLE CHRONOLOGISCH werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16.05.2007

Oulu und skypen

Der neue zielgruppenorientierte Sonderpost - extra für Christina...:

Johanna beim skypen...


Oulu - Stadttheater


Hafen und Stadtzentrum...


alte Häuser am Hafen....


Markthalle...


Marktplatz und SAS Hotel...

06.05.2007

Wandern... II: KALIMENJÄRVI nature path

  • ! Bilder unter dem Text !
  • Infos kann man der Wanderkarte "Oulu und Umgebung" aus der Touristeninfo im Zentrum entnehmen... oder bei mir leihen...

Heute am Sonntag gehen Johanna und ich abends noch eine Runde wandern. Mit dem Auto fahren wir zum Kalimenjärvi-Nature Path. Über Sanginsuu und eine wilde Schotterstrasse erreichen wir den Parkplatz. Die Strasse ist so matschig, dass man aufpassen muss, nicht hängen zu bleiben, geschweige denn aufzusitzen...

Vom Parkplatz aus laufen wir auf einem idyllischen kleinen Pfad Richtung Südosten, unterqueren bald die Hochspannungsleitung (gut zur Orientierung). Weiter geht es vorbei an einer Rasthütte durch Wälder udn Moore auf holzbeplankten Wegen. Man sieht immer wieder schnurgerade Entwässerungsgräben durch den Wald laufen. Dieses Moor hier wird nämlich, anders als das geschützte Pilpasuo, entwässert... Das Klima ist hier anscheinend schon warm genug für de ersten Insekten... Im Sommer wird man hier sicherlich von Moskitos aufgefressen... Kurz vor dem See sehen wir sogar eine große Hummel und einen Buntspecht... leider ist er soweit oben, dass man ihn auf meinem Foto nur schwer erkennen kann... mangels Zoom...

Wenig später, nach etwa 3,5 km erreichen wir den Kalimenjärvi. Am Ufer gibt es einen sehr schön gelegenen Grillplatz (ein Parkplatz ist auch ganz nah, auf der Ostseite des Sees) und einen Lean-to-Shelter. Es würde sich glatt lohnen, hier für ein Picknick herzukommen... Nachdem wir den See passiert haben, folgen wir dem Pfad, teilweise auf Holzplanken laufend, weiter Richtung Westen, überqueren zweimal einen kleinen Bach auf Brücken und erreichen nach 8 km und 2 h schließlich wieder das Auto.

Rentierfalle mit entsprechender Illustration, ziemlich am Anfang des Pfads...


auf Holzstegen durch moorige Gründe...


Buntspecht ahoi...


Grillplatz am See Kalimenjärvi...


Ameisenhaufen, in der zweiten Hälfte des Pfades...


ausgetrockneter Bachlauf - wohl eher eine Seltenheit in dieser feuchten Gegend...


Den Fluss überquert man in der zweiten Hälfte des Weges zweimal...


ROTER Bach??? Am Ende des Weges...

05.05.2007

Wandern... I: ROKUA National Park

  • Bilder unten
  • Wander-Karte bei mir ausleihbar

Heute, am Samstag den 5.5.07 fahren Barbora, Laura, Paul, Johanna und ich nach Rokua, einem etwa 100 km entfernten Nationalpark. Zuerst landen wir in einem Wellnesshotel für alte Leute, aber schließlich finden wir doch noch das Infozentrum ;). Dort bekommen wir nettweise einen ganzen Stapel mit Infos ausgedruckt, außerdem kaufen wir noch die Wanderkarte (2€ - kann man bei mir leihen...).

Am Parkplatz bei Rokuanhovi angekommen verteilen wir die Essenseinkäufe für das Picknick, dann laufen wir los. Anfangs ist etwas schwierig, den mit weißen Punkten markierten Weg zu finden, aber nach etwa 2 km sind wir dann richtig. Dem Keisarinkierros (Kaiserweg) folgend erreichen wir die höchste Erhebung des Nationalparks, den Pookivaara. Auf dem "Gipfel" der sanften Anhöhe im Wald steht ein Aussichtsturm, leider abgesperrt - außerdem gibt es eine gemütliche Open Wilderness Hut mit wenigen Betten. Der Boden im Wald ist übrigens überall voller Flechten - toll und gaaaaanz gemütlich zum Schlafen!

Pookivaara-Gipfel mit der Open Wilderness Hut, im Vordergrund eine alte Vorratskammer...


Pitkajärvi...

Paul - doing Makros...

Flechten ohne Ende, bis zu 10 cm hoch bedecken sie den Boden...


Vom Pookivaara aus erreichen wir bald den Pitkajärvi (See), wir zweigen ab auf den blauen Pfad und folgen ihm bis zum größten Sees des Parks, dem Rokuanjärvi. Am Ufer gibt es eine lappische Kota und einen Grillplatz. Von dort aus wandern wir wieder zurück zum Pitkajärvi, umrunden diesen See auf der Nordseite bis zum Grillplatz. Dort machen wir Feuer und Picknicken... Semmeln, Gemüse, Käse, Makkara am Feuer gegrillt und Pulla als Nachtisch ;) Lecker...

Auf dem Weg Richtung Rokuanjärvi...


Panorama am Rokuanjärvi...


Picknickplatz am Pitkajärvi...


Auf dem Rückweg über den Hatajärvi passieren wir noch eine Rodung und die tiefste Stelle im ganzen Nationalpark, eine tiefe Geländemulde mit sandigen Hängen. Überhaupt ist der Boden hier sehr trocken und sandig, ganz anders als bei Oulu! Es hat uns super gefallen, die Natur ist fein hier und man könnte sogar Radfahren!

Rodung...


Unsere Gruppe: Laura - ich - Johanna - Paul - Barbora


The deepest point ;) - 45 m tiefer als alles andere ;)

01.05.2007

Oulu - Videoansichten

Hallo...

gerade kommen wir aus dem Urho Kekkonen Nationalpark zurück... und beim Stöbern im Internet habe ich ein schönes Video über Oulu auf Youtube gefunden... seht selbst:

Videoansichten von Oulu - ein schönes Youtube Video

Ciao, Daniel

Wandern im Nationalpark Urho Kekkonen

Etappen:
1. Kilopää - Suomunruoktulampi, 16,5 km
2. Suomunruoktulampi - Kiutaköngas - Suomunruoktulampi, 23 km
3. Suomunruoktulampi - Kilopää, 16,5 km
Total: 3 Tage, 56 km

Am Sonntag Morgen starten Johanna und ich mit dem Auto Richtung Norden. Bei zunehmend windigerem und niederschlagsreicherem Wetter nähern wir uns via Kemi, Rovaniemi und Sodankylä unserem Ziel, dem Infozentrum des Urho Kekkonen Nationalparks in Sarisälka. Nach über 500 km Autofahrt erreichen wir endlich das Einkaufszentrum, in dem sich auch die Infostelle befindet - das eigentliche Infozentrum 30 km vorher haben wir übersehen.

Auf der Fahrt... einsame weite Wälder und große Seen... noch vereist, auf der Rückfahrt schon eisfrei...


Im Infozentrum haben wir auf Grund von Verständigungsproblemen Schwierigkeiten herauszubringen, ob unsere ursprünglich geplante Route begehbar ist, denn man muss einen Fluss überqueren, was momentan dank Schneeschmelze sehr gefährlich sein kann. Da wir nichts ergiebiges herausfinden können, verändern wir unsere Route. Ursprünglich wollten wir nördlich des Nationalparks an einer kleinen Stichstraße starten und das zentral im Park gelegene Fjell begehen. Jetzt starten wir in Kilopää, ganz im Westen des Parkes und wollen eine 4 Tagestour Richtung Lankojärvi machen.

Ausgerüstet sind wir mir Schneeschuhen (MSR) und Rucksäcken. Wir haben etwa 1,5 kg Pasta, 3 kg Brot und 1,5 kg Müsli dabei, weiters Riegel und Äpfel. Bei starkem Wind und leichtem Schneefall laufen wir vom Hotel in Kilopää los. Johanna muss ich erstmal an die kalten Temperaturen und den scharfen Wind gewöhnen... Besonders auf der Passhöhe südlich des Nilanpää weht es sehr heftig. Wir folgen der Langlaufloipe, dann einem Wilderness Skitrack Richtung Rautalampi für etwa 7,5 km, bevor wir nach Süden entlang des Suomunruoktujoki (Fluss) Richtung Suomunruoktulampi, einer Open Wilderness Hut laufen. Der Weg vom Talanfang des Suomunruoktu bis zur Hütte zieht sich lange.

Auf dem Wilderness Ski Track...


Entlang des Fluss laufen wir durch flaches Gelände, ab und an müssen wir kleine Zuflüsse auf Schneebrücken überqueren, noch hält der Schnee uns aus. Ab und an sinkt man mit den Schneeschuhen mehr als knietief ein, das strengt ein wenig an. Glücklicherweise finden wir aber am dem Shelter beim ersten Hubschrauberlandeplatz (Name?) eine Schneemobilspur, der wir bis zur Hütte folgen können. Auf dem komprimierten Schnee der Kettenspur des Schneemobiles läuft es sich viel besser. In nur 3:20 Stunden bewältigen wir die 15 km bis zur Hütte - Unser Lauftempo war trotz der widrigen Schnee- und Wetterverhältnisse ziemlich zügig.

Die Hütte liegt auf einer kleinen Flussbank oberhalb des Suomunruoktu, eine Treppe führt hinab ans Ufer - ich hole gleich mal Wasser und Holz aus dem Schuppen neben der Hütte. Innen ist die Hütte blitzblank, es gibt sogar einen Gaskocher. Nur die Betten sind nicht Thermarest geeignet, da die Oberfläche Holzsplitter hat... wir polstern unsere Matten daher auf Jacken, Pullovern und Tüten ab... Außer uns ist noch ein Skiläufer aus Helsinki da, der den ganzen Park von NW nach SO durchqueren möchte, sowie ein Skiläufer aus Inari, der wirklich weit gelaufen ist, ca. 60 km pro Tag...

Der Suomunruoktujoki direkt bei der gleichnamigen Hütte...

Die Hütte, knapp oberhalb vom Fluss... ein reservierbarer und ein frei zugänglicher Teil...



Die Sonne geht auf Grund der nördlichen Lage erst um 22:45 Uhr unter, die Tage sind hier schon sehr lang. Wir können dennoch bald schlafen, nach einem Topf Pasta mit Soße... Am Morgen hat es Minus 4 Grad, das ist gut für uns, denn der auf einer gefrorenen Schneeoberfläche läuft es sich besser. Um 9:00 Uhr laufen wir von der Hütte aus nach Süden, noch immer der Schneemobilspur folgend (Info: Die Spur führt weiter nach Süden nach der Brücke und knickt nach etwa 4 km nach Osten ab und umrundet einen Berg südlich, um dann zur nächsten Hütte Richtung SSO zu führen).

Nachdem wir auf einer Brücke den Suomunruoktujoki überquert haben - was sich später als Fehler erweisen wird - folgen wir dem Fluss auf der Südseite nach Osten. Wir möchten zu den Kotaköngä-Stromschnellen und der dort gelegenen Brücke. Erst wild, dann wieder entlang einer kurvig durch das Gelände führenden Schneemobilspur wandern wir nach Osten. Die Seen umrunden wir auf Grund der gefährlichen dünnen Eisdecken und des Tauwetters in weiten Bögen - was sich als sehr klug heraustellen wird...

Immer die Seen und Freiflächen umgehend...


...folgen wir der Schneemobilspur nach NO... mit Schneeschuhen und Tourenrucksack...

Mittagspause nach dem Umdrehen... Die Moore und Gewässer unter dem Schnee sind uns zu risikoreich...


Einige Zeit später erreichen wir den ersten Feuerplatz auf unserem Weg, überqueren wenig später einen Zufluss auf einer Schneebrücke. Eigentlich wollten wir jetzt die Brücke finden, die uns wieder auf die Nordseite des Fluss bringt, aber das gelingt uns in dem unübersichtlich felsigen, von Flüßen und Bächen durchzogenem Gelände nicht. Zudem wird der Schnee langsam wärmer und wir sinken tief ein. Außerdem haben wir nun wirklich Angst, ins Wasser zu fallen, da überall Wasserlachen und -becken unter dem Schnee sind. Als dann schließlich ein rauschender Bach unter dem Schnee liegt, beschließen wir umzudrehen - es nicht einschätzbar, ob man hier queren kann oder nicht.

Auf dem Rückweg geraten wir zunehmend in Schwierigkeiten, die flachen Lichtungen (so dachten wir zuvor) entpuppen sich als Moore und sehen, Schneebrücken von vorher sind im Wasser verschwunden und schließlich holen wir uns beide fast nasse Füße. Vorsichtig begeben wir uns daher auf den Rückweg und achten darauf nur keine flachen baumlosen Ebenen zu betreten...

Wasserlöcher...

Spechtbaum... ohne Specht leider...


Die Brücke nahe der Suomunruoktuhütte...


Um 18 Uhr erreichen wir wieder die Suomunruoktuhütte, wir werden hier übernachten und morgen nach Kilopää zurücklaufen. In der Hütte ist wieder ein anderer Skiläufer aus Helsinki - Matti, wir trinken abends einen Tee mit ihm...

Am nächsten Morgen starten wir gemütlich Richtung Kilopää, der Schnee trägt uns glücklicherweise, aber auch hier müssen wir schon sehr auf Wasserlöcher, Moore und Bäche achten. Nasse Füße bei diesen Temperaturen - nein danke. Der starke Wind und Schneefall erlaubt es uns aber nicht, oben auf den Fjells zu laufen. Nach 3:30 Minuten erreichen wir das Auto in Kilopää.

Schlechtes Wetter am Rückweg...


Alles in allem war es dennoch eine sehr schöne Wanderung, aber in der Zeit der Schneeschmelze und in moorigen Gegenden muss man gewisse neue Umstände einplanen... Das haben wir gelernt. Unser ursprüngliches Ziel den Lemmenjoki Nationalpark mussten wir übrigens aufgeben, da die Seilfähre 7 km nach dem Start nicht benutzbar war: Der Fluss führt zuviel Wasser und reisst große Eisschollen mit sich, die das Boot kentern lassen können.

So zünden Finnen ein Feuer an... das brennt SOFORT!!!

25.04.2007

Pilpasuo - Natur nahe Oulu

Heute Nachmittag machen Jakub, Barbora, Johanna und ich eine Wanderung auf dem Naturpfad Pilpasuo, der durch das größte, nicht trocken gelegte Moor bei Oulu führt. Auf Holzstegen und matschig-überschwemmten Wegen laufen wir etwa 8 km vom Parkplatz in einer großen Runde um den Moorsee in der Mitte.

Unterwegs hören wir immer wieder Vögel singen, einmal meinen wir sogar ein Auerhuhn zu hören und davon fliegen zu sehen. Elche sehen wir leider keine ;) - Nach 2 Dritteln des Weges grillen wir unsere mitgebrachten Makkara an einem rasch entzündeten Lagerfeuer (das Holz ist nass... es brennt erst beim zweiten Versuch), trinken Siideri dazu (ein fermentiertes Zitronengetränk, spritzig, lecker, o,7 % ALK. und essen als Nachtisch Pulla... Jammi!

Nach dem Feuer geht es bei untergehender Sonne zurück zum Auto...


ein uralter Urmeeres-Strand voller Steine - trocken gelegt als die Landmassen sich hoben, dank kontinentaler Plattentektonik (fennoskandinavischer Schild hebt sich)...


weite feuchte Moorflächen...

24.04.2007

Sonnenuntergang II

Am Dienstag Abend waren Johanna, Paul und ich zum Sonnenuntergang schauen in Nallikarri. Beim Losfahren treffen wir auch gleich noch Tanja, ihre Schwester Kathrin, Sarah und Patrick. Tanja ist jetzt übrigens auch mit dem Auto gekommen, sie wollte es nur im Winter nicht in Oulu haben... Die Ostsee ist noch immer gefroren, wir laufen aber nicht sehr weit hinaus - wer weiß wie stabil das Eis noch ist?

Direkt am Rand ist es schon ein wenig überschwemmt und im Wasser liegt eine Schaufel, die ich berge... mithilfe von Steinen und einem Brett gelingt es mir sie zu fischen. Ich stecke sie in einen Eisspalt, um sie eventuell nachher mitzunehmen...

Wir fotographieren den Sonnenuntergang, die Möwen sitzen weit draussen am Rande des Eises am offenen Meer, man hört sie bis zu uns schreien... Teilweise sitzen sie so auf der Eiskante, dass man ihre Schatten vor der untergehenden Sonne sieht - jetzt ein starkes Tele und ein Stativ, das wärs...



Ein ehemaliger Matrose, der sich mit uns in einem Gemix aus Finnisch, Spanisch und Englisch verständigen versucht, in leicht alkoholisiertem Zustand, nimmt einfach mal die Schaufel mit - naja, soll er doch... Auf dem Bild sieht man ihr davon radeln...